Dec 25 2009
die inseln
Jeder Mensch lebt auf seiner eigenen kleinen Insel. Die Beziehungen der Menschen untereinander entsprechen wackeligen Brücken, Trampelpfaden oder sogar festen Dämmen zwischen diesen Inseln. Wir entscheiden wen wir auf unsere Insel lassen- wer ein geduldeter Besucher ist oder willkommener Gast, oder mit wem wir womöglich unsere Insel teilen.
In Jacks Ohren hallte noch das "Du denkst falsch" und andere Worte seiner Freunde nach. In Momenten wie diesen spürte er wie Stücke seiner Insel wegbrachen und Brücken vom Meer davon gespült wurden. In letzter Zeit hatte er häufiger dieses Gefühl. Anfangs machte es ihn betroffen. Nun aber nahm er es nur nachdenklich zur Kenntnis. Jack führte sich vor Augen dass er sich, mit jeder Brücke und jedem Pfad die verschwanden, näher kam. Für gewöhnlich war er nie allein auf seiner Insel gewesen. Er mochte es Menschen um sich herum zu haben. Sie gaben ihm von je her Sicherheit und wärmten ihn. Es kam ihm nun so vor als hätte er einen hohen Preis dafür bezahlt. Er hatte sich angepasst und war sich selbst nicht immer treu gewesen; dieser Wärme wegen.
Jack starrte noch immer auf die glänzende Kugel und der Duft von frischem Gebäck bewirkte ein wohlig warmes Gefühl in ihm. Er saß auf seiner Insel und würde die Stille dort in den nächsten Tagen genießen. Und die Wärme… die würde er aus sich selbst heraus gewinnen. Eine wichtige Form von Freiheit.
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ich finde die Sache mit den Inseln, den Brücken usw das hast du sehr schön beschrieben….und es gibt nichts schöneres als die Stärke, Kraft und Wärme aus sich selbst gewinnen zu können….du bist auf einem guten Weg denke ich und es ist wichtig die Brücken und Wege zu sich selbst am Leben zu erhalten bzw sie zu entdecken und zu begehen….