Apr 06 2008

jack und die cessna 195

Published by Karsten at 4:05 pm under jack's büro

"get up, mr. miller…" – jemand klopfe an die Tür

Jack spürte das leichte Vibrieren des Motors. Etwas ängstlich schaute er aus dem Fenster der kleinen Cessna 195. Gleich würde er abheben.
Er versuchte sich abzulenken doch er spürte deutlich wie sich sein Körper gegen dieses Unbehagen zu wehren versuchte. Sein Hals schnürte sich zu.
Er bemerkte wie er die kontrolle über seine Hände verlor und dass sie kalt und feucht geworden waren. Aus der spannend klingenden Mission wurde nun endlich Realität.
Er starrte aus dem Fenster in dem sich der Tankwagen immer weiter entfernte. Er konnte gerade noch die Besucherplatform erkennen und wusste dass dort niemand stehen würde ihm nachzuschauen. Der Motor heulte auf und das Vibrieren wurde zu einem bedrückenden Bohren in seinen Ohren. Seine Finger krampften sich in den abgewetzten Stoff der Armlehne.

Nur zehn Minuten später war der graue, verregnete Tag verflogen. Er fing an zu träumen als das Flugzeug die Wolkendecke durchbrach und ihm die Sonne das Gesicht wärmte. Schon komisch wie winzig alles von hier oben scheint. Selbst mein Büro, dachte er und lehnte sich zurück.

Er konnte durch das kleine Fenster nur grobe Strukturen der Stadt unter sch erkennen. Irgendwo dort unten lag der Schlüssel zu seiner Mission und zur Rückkehr zurück nach deutschland. Er dachte an sein geliebtes Büro und den ebenso geliebten Blick auf die Straße. Dann setzte das Flugzeug sanft auf.
Es war wieder grau und verregnet.

Es klopfte wieder.
Jack riss die Augen auf.
"your fucking breakfast is ready and almost cold."

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