Feb 02 2010
Jan 30 2010
der 10er
Was für ein Ausblick.
Jack hatte zugesagt, begeistert und ungeduldig. Er würde auch diesen Auftrag erledigen.
Der Mission im Wüstenstaat war heikel. Das wurde ihm klar. Er stand auf dem 10er und die Vorfreude erfüllte seinen Geist. Es war die erste große Prüfung die er allein bewältigen würde. Der freie Fall, die unbekannte Luft und das erfrischend kühle Wasser würde nicht nur seinen Körper beleben.
*Beledend' – dieses Wort begleitete ihn nun schon eine ganze Weile. In ein paar Stunden ging sein Flieger. Auch wenn es nur ein kleiner Auftrag war, so spürte er doch eine Unruhe in seiner Brust. Auf sich gestellt würde er das Land der Wüsten bereisen. Er hatte sich gut vorbereitet und doch wurde die Unruhe in ihm ungewohnt groß. Er lehnte diesmal an einem Geländer.
Es war wohl die ungewohnte Perspektive. Und doch würde sie seine Sichtweise erweitern und seinen Blick schärfen.
Jack trat noch einen Schritt nach vorn, schloss die Augen. Sobald er wieder auftauchte, würde er von Glück erfüllt sein und von der Gewissheit dass er diese Prüfung allein gemeistert hatte.
Und er würde ihn immer wieder tun.
Dec 25 2009
die inseln
Jeder Mensch lebt auf seiner eigenen kleinen Insel. Die Beziehungen der Menschen untereinander entsprechen wackeligen Brücken, Trampelpfaden oder sogar festen Dämmen zwischen diesen Inseln. Wir entscheiden wen wir auf unsere Insel lassen- wer ein geduldeter Besucher ist oder willkommener Gast, oder mit wem wir womöglich unsere Insel teilen.
In Jacks Ohren hallte noch das "Du denkst falsch" und andere Worte seiner Freunde nach. In Momenten wie diesen spürte er wie Stücke seiner Insel wegbrachen und Brücken vom Meer davon gespült wurden. In letzter Zeit hatte er häufiger dieses Gefühl. Anfangs machte es ihn betroffen. Nun aber nahm er es nur nachdenklich zur Kenntnis. Jack führte sich vor Augen dass er sich, mit jeder Brücke und jedem Pfad die verschwanden, näher kam. Für gewöhnlich war er nie allein auf seiner Insel gewesen. Er mochte es Menschen um sich herum zu haben. Sie gaben ihm von je her Sicherheit und wärmten ihn. Es kam ihm nun so vor als hätte er einen hohen Preis dafür bezahlt. Er hatte sich angepasst und war sich selbst nicht immer treu gewesen; dieser Wärme wegen.
Jack starrte noch immer auf die glänzende Kugel und der Duft von frischem Gebäck bewirkte ein wohlig warmes Gefühl in ihm. Er saß auf seiner Insel und würde die Stille dort in den nächsten Tagen genießen. Und die Wärme… die würde er aus sich selbst heraus gewinnen. Eine wichtige Form von Freiheit.
Dec 16 2009
jacks erste reflektion
Jack saß in einem Cafe am Fenster und trank seinen Whiskey.
Es war niedergeschlagen und es schien ihm fast als würde das Pendel, das ihn noch immer beschäftigte, auch zwischen Freude und Trauer schwanken. Schneller als ihm lieb war.
Er schaute hinaus und er erblickte ein bunte Welt. Er sah einen unbeschwerten, erfolgreichen Mann. Voller Lebensfreude. Einen Mann der zufrieden mit sich schien. Er lief mit einer Frau an der Seite die Straße entlang. Er war vornehm gekleidet, wirkte gut situiert. Ein Mann der einen freundlichen und zuvorkommenden Eindruck machte. Verständnisvoll und lebensfroh.
Das Bild sprang um, die Scheibe wurde zum Spiegel. Was er dort sah erschreckte ihn. Ein verbitterter alternder Mann der sich nach Anerkennung sehnte, der nach Ausreden für sein Verhalten suchte. Jemand der mit Selbstzweifeln und Jähzorn wenig Rücksicht auf seine Mitmenschen nahm, sie auf der Strasse sogar beleidigte und anrempelte. Ein Mann voll Missgunst und Neid.
Wut war etwas dass Jack bisher nicht oft empfunden hatte. Jetzt war er voll davon. Vor allem war er wütend auf das Spiegelbild das vor hm erschien. Er hatte es nicht sehen wollen. Er sah sich lieber als der Mann auf der Strasse. Dieser Spielgel zeigte ein Bild dass so gar nicht seinen Wertvorstellungen entsprach. Jack war in Aufruhr, er würde sich in Zukunft wohl öfter an dieses Fenster setzen. Wenn die Wut gegangen war würde er einen klareren Blick auf die Scheibe werfen können. Es trank den Whiskey aus und ging.
Dec 05 2009
das pendel
Jack war müde. Er saß in seinem großen roten Ohrsessel und spürte wie benommen er vor Schläfrigkeit war. Er hatte einen harten Arbeitstag hinter sich. Oft musste er sich in letzter Zeit ermahnen es nicht zu übertreiben; seinen Körper nicht zu überlasten. Er hatte sich und seinem Büro eine Auszeit gegönnt und jobbte seit einigen Wochen als Fahrrad-Kurier. Er mochte es den Tag über an der frischen Luft zu sein und wie ein Molekül in den Adern dieser Stadt zu fließen. Es war spät und Jack spürte deutlich die 14 Stunden-Schicht. Seine müden Augen konnten sein Buch kaum entziffern. Sie kamen auf dem Pendel der alten Uhr zur Ruhe und er bemerkte kaum wie es ihn fesselte. Im Takt des Tickens schwebte es fast magisch zwischen den zwei gerahmten Gemälden an der Wand hin und her.
— TICK —
Jack spürte den Wind und das Salz auf seiner Haut und ließ seinen Blick über die blaue Bucht gleiten. Er hatte den Segelschein kaum zwei Wochen und war nun schon mitten in griechischen Gewässern. Es war ihm nicht schwer gefallen seinen Detektivjob an den Nagel zu hängen und er hatte alles Gesparte in die Ausrüstung und Verpflegung investiert. Jetzt wo sein Konto leer war, fühlte er sich befreit. Er war dem Käfig entkommen, dem Käfig den er selbst gekauft hatte.
— TACK —
Es roch herrlich nach dem Apfelkuchen den Jack so liebte. Durch das Fenster drang das Rauschen der Blätter ins Haus und er hört seine Kinder im Garten kichern. Ein wohlig warmes Gefühl stellte sich in seinem Körper ein. Er würde an diesem Frühlings-Sonntag den Rasen mähen und seiner Frau im Garten helfen. Es war nicht wichtig das ihr gemeinsames Haus nicht sonderlich luxuriös war. Ja- es war ihm eigentlich auch egal wo es stand, wichtig war seine Familie. Für diesen Moment würde er jederzwit wieder all das Nebensächliche aufgeben.
— TICK —
Ihre Schönheit raubte ihm völlig den Verstand und es fiel ihm schwer die Segel im Wind zu halten. Tamara lag am Bug des Schiffes und sie Sonne schien auf ihren makellosen nackten Körper. Jack spürte eine mächtige Wärme in sich aufsteigen beim Gedanken an ihre letzte gemeinsame Nacht. Sie hatten Vodka betrunken und sich lange und leidenschaftlich geliebt. Sie kannten sich seit ein paar Wochen aber sie war sofort Feuer und Flamme für diesen Segeltörn gewesen.
— TACK —
Jack öffnete die Augen nicht. Er spürte noch immer die ihre Wärme im gemeinsamen Bett. Er war letzte Nacht wie immer friedlich an ihrer Seite eingeschlafen, hatte ihre Atem auf seiner Brust gespürt. Er liebte es ihre warme vertraute Haut zu streicheln während sie schlief. Geborgenheit und das Gefühl zu Hause zu sein- das fühlte er in diesem Moment. Die Tür öffnete sich und der Duft von frischem Kaffee ströhmte ins Zimmer. Und die ihm so vertraute Stimme weckte ihn sanft. Das war sein perfekter Sonntag.
— TICK —
Am Horizont erblickte Jack einige Palmen und Tamara hüpfte ungeduldig am Bug hin und her.. Er hatte die Insel gefunden und fühlte sich unheimlich stark. So musste Kolumbus sich gefühlt haben. Sein Körper strotzte vor Übermut und er spürte dass er unbesiegbar war. Er wusste dass er sich selbst mit stolzem Blick gegenüber stand. Asolutes Gleichgewicht in seinem Geist.
Jack schreckte hoch als das Buch auf den Boden fiel. Noch immer hörte er das Ticken der Uhr und betrachete das Pendel noch halb im Traum. Die zwei Gemälde zeigten wieder die gekannten Motive. Er wusste nicht ob er sich je für eine der zwei Seiten entscheiden würde. Wohin auch immer sein Pendel im Moment ausschlug, es wurde ihm klar dass die Bewegung, das Wechselspiel aus Beidem das Leben ausmacht- ja das Leben selbst ist. Eines Tages würde er seine Wahrheit finden. Noch etwas wurde ihm klar: Es war ein Irrtum zu glauben, Glück sei das Ziel.
Er legte sich ins Bett und träumte sich in seinen Hafen.
Oct 22 2009
eingestaubte erinnerungen
jack schreckte hoch…
noch ganz benommen erklärte er dem Telefon dass die Umzugshelfer um 12Uhr an der neuen Wohnung sein müssten. Er würde sich um den Rest kümmern.
Er wandte sich wieder dem Karton zu und starrte erneut auf das Foto. Wie lange war das jetzt schon her. Es fühlte sich an als wären es Jahre. Seine Erinnerungen an die gemeinsame Zeit verblassten von Tag zu Tag mehr. In der Kisten befanden sich all die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Kinokarten, Musik, sogar ein Shirt war dabei. Er wagte es nicht es in die Hand zu nehmen, es zu nah an seinen Atem zu lassen.
Oft hatte er in den letzten 3 Monaten an sie gedacht. Er spürte wie sein Herz beängstigend viel Raum in seiner Brust einnahm. Es war dieses Gefühl wie auf dem 10-Meter-Brett als er noch ein Kind war; nur ohne die Angst. In den letzten Tagen hatte Jack sein Hab und Gut in Kisten und Kartons verpackt. Sieben Kisten Leben. Auf dem Photo in seinen Händen saßen sie auf einem Stein, im Hintergrund eine grüne Landschaft. Sie an seiner Seite. Sie an seine Schulter gelehnt. Sie ihm ganz nah.
Er hatte eine wichtige Lektion gelernt. Hatte den Unterschied zwischen Wissen und Fühlen erlebt. Es war wie ein Schleier der mit einem Mal weggeweht wurde. Seine Unzufriedenheit mit sich selbst hatte sie gehen lassen. Hatte zugelassen dass er ihr nicht nachging. Ihre Hand nicht ergriff als sie die Tür zum letzten Mal schloss – wortlos. Er wusste auch damals dass man sich selbst lieben muss bevor jemanden lieben kann. Nur jetzt hatte er es erlebt. Den Schmerz gespürt als sie ging weil er sie zu seinem Sündenbock machte. Es fiel ihm nicht leicht das zu erkennen. Es war ein schmerzhaftes Erleben gewesen.
Er dachte an ein Kind dass so oft vor der heißen Herdplatte gewarnt worden war und jetzt bitterlich weinte und schrie da aus dem Wissen das Empfinden geworden war. Jack war stumm, konnte nicht schreien. Er wünschte sich, sie hätte ihm schonungslos den Spiegel vorgehalten. Hätte ihm gesagt: "Mach mich nicht zu deinem Sündenbock". Doch sie hatte es nicht getan- weil sie ihn liebte. Wie konnte er ihr das zum Vorwurf machen? Wie soll man jemanden den Spiegel vorhalten der nicht sehen will? Wie hätte sie ihm begreiflich machen können dass er selbst das Problem ist. Es war nicht fair gewesen. Sie war stets uneingeschränkt liebend für ihn da gewesen. Hatte sich selbst und ihre Freunde vernachlässigt – für ihn.
Es fiel ihm noch immer schwer sie wieder lebendig in seinen Erinnerungen zu spüren. Er fühlte sich hilflos obwohl er doch so stark sein wollte. Jack wehrte sich nicht gegen die Bilder -gestand sich die Schwäche zu. So hockte er vor seinem gepackten Nichts.
Jack wischte die staubigen Tropfen vom Bild und schloss die letzte Kiste. Er würde sie allein tragen müssen, und sie war die Schwerste.
Sep 29 2009
gleis 9
Der alte Mann saß regungslos neben dem Automaten auf einer Bank. Die Leute die hilflos versuchten diesem Metall- und Elektromonster ein Fahrkarte zu entlocken beachteten ihn nicht. Er schaute in die Luft, wirkte abwesend. Er trug eine altes karriertes Sacko und eine Stoffhose die auch schon seine besten Tage erlebt hatte.
Jack beobachtete ihn eine Weile und sah sich selbst als alten Mann auf dieser Bank sitzen. Wie würde er wohl die letzten Jahre seines Lebens verbringen? Würde er sich ebenfalls auf einer Bank sitzend, abwesend und offenbar ziellos seinem letzten Atemzug entgegen sehnen? Ein Bild drängte in seinen Kopf- er in einem heruntergekommenen Café mit einer Zeitung und riesigen Brille. Er allein. Er verlebt von all den Jahren der Suche. Gestrandet. Verwahrlost.
"Der ICE aus München verspätet sich heute um voraussichtlich 45 Minuten- wir bitten um Ihr Verständnis" – Die Ansage riss ihn aus seinen Gedanken.
Jack beobachtete einen jungen Mann der ungeduldig auf dem Bahnsteig auf und ab ging, einen Strauss Rosen in der Hand und ein vorfreudiges Lächeln auf dem Gesicht. Jack dachte an die vielen Geteilten die in der Fernbeziehung die richtige Balance zwischen komprimierter und konservierter Lust und Liebe, Bindungsangst und Karriere suchten. Zwischen "Ich hab das damals alles wegen dir aufgegeben, und jetzt verlässt du mich?" und "Ich hätte mich damals für die Liebe entscheiden sollen, als es noch nicht zu spät war."
Der Ungeduldige war vornehm und doch jugendlich gekleidet. Er tippte auf seinem Handy herum und grinste. Jack fragte sich ob auch er in seiner Jugend seiner Karriere den Vortritt hätte lassen sollen. Er war seinem Bauch gefolgt, wo er hätte seinem Verstand gehorchen müssen und er war blind der Vernunft hinterher gejagt wo er auf sein Herz hätte hören sollen.
Er stand auf, ging ein bisschen umher und ließ die Eindrücke auf sich wirken. An diesem hektischen Ort durchströhmte ihn oft das Gefühl des "Etwas-Verpassens". Er atmete den Geruch von frischem Gebäck, Fastfood und Zigarettenqualm, von Hundekot und verbrauchter Luft ein. Die Stadtluft bewirkte oft beides gleichzeitig bei ihm- Genuss und Ekel; Faszination und Gräul. Er beobachtete weinende Kinder und gestresste Mütter, sah alte Damen mit Hunden und die Pubertät mit Bier und Langeweile. Manchmal wirkte diese Stadt auf ihn wie eine riesige Ansammlung von Gestrandeten und Segelnden.
Er ging zurück zu seiner Bank. Er mochte es wenn die Züge einfuhren und der Bahnsteig zur Bühne wurde.
"Meine Damen und Herren, es fährt ein, der ICE aus München Hauptbahnhof zur Weiterfahrt nach Hamburg Altona. Bitte Vorsicht bei der Einfahrt des Zuges"
Drei Minuten später waren die Augen des alten Mannes ein Spiegel und darin sah man das Leben, die Unbeschwertheit und Freude der Enkel auf die er gewartet hatte.
Der Ungeduldige küsste sie innig und lang – 48 Stunden leben und lieben.
Jack lächelte und ging.
Aug 26 2009
Taubes Herz
Jack's Kopf fühlte sich an wie ein halb-fertig gekochtes Ei.
Er stand im Bad und betrachtete sein Gesicht im Spiegel. Ihm missfiel das unrasierte Kinn, die fettigen Haare und die viel zu groß geratenen Ohren. Einzig mit seinen Augen hatte er Nachsicht. Für gewöhnlich schaute ihn daraus der 17-jährige Jack an. Oft zwinkerte er ihm zu.
Dieser Jack war es der voll Energie und Tatendrang sprudelte, dessen Spontanität er so schätzte. Er war es der ihn unermüdlich antrieb. Immer vor dem Altern auf der Flucht nach vorn.
Dieser Jack war es auch der sich damals in die schöne Köchin verliebt hatte, die er jetzt – nach der Trennung – so vermisste. Sie waren lange Zeit ein Paar gewesen und sie war scheinbar grenzenlos geduldig mit ihm gewesen. Er stürzte sich in seine Abenteuer während sie – alleinig stetig – sein Zuhause gewesen war. Sie hatte ihm den Rücken freigehalten als sein Büro mehr schlecht als recht lief. Ihre Schulter war es an der er sich ausgeruht und angelehnt hatte. Sie half ihm oft wieder auf die Beine. Es war ein ungeschriebenes Gesetz dass sie an seiner Seite war. Ein beachtlicher Baum in mitten seiner Wüste. Er liebte es in ihrem Schatten einzuschlafen, den Blättern lauschend, in die Träume singend. Dieser Baum war sein Mittelpunkt- sein Zuhause – nun war sie fort.
Und genau dieser Verlust war es der den jungen Jack zum Schweigen gebracht hatte. Es blickte ihn kein energie-geladener 17-Jähriger an. Dieser Jack verbarg seine Augen – verunsichert und betäubt.
Seine Gedanken schweiften für einen Moment in die Vergangenheit, er erinnerte sich an Kornfelder und ihr Atmen während sie schlief, an klare Flüsse und Ihre weiche vertraute Haut und eine frischen Brise in seinem Herzen.
Er schüttelte diese Gedanken aus seinem Kopf- sie schmerzten zu sehr als dass er sie hätte ertragen können.
Das kalte Wasser auf seinem Gesicht vertrieb das wabbelige Gefühl und die Erinnerungen an die letzte schlaflose Nacht. Er hielt einen Moment inne um das Belebende noch einen Moment länger zu spüren.
Als er wieder in den Spiegel aussah, zwinkerte er dem jungen Jack zu.
Jul 26 2009
das Rad
Jack’s Gedanken drehten sich schwindelerregend
"Wir alle sitzen auf dem Rad des Wollens."
und fürwahr – Be-FRIED-igung
Das war es wonach er sich sehnte – Frieden.
In seinem Kopf spukten Fetzen – Scherben.
Er hatte sein ganzes Leben lang versucht diese Befriedigung zu finden.
Zu oft in sexuellen Ausbrüchen
- oft im Materiellen.
Der Mensch versucht seinen Frieden zu finden durch:
Was er ist
Was er hat
Anerkennung, die er von anderen erntet
Nur das Erste is von Dauer und kann einem nur durch den Tod genommen werden
Wir sind dazu verurteilt uns auf dem endlosen Rad des Wollens zu drehen.
Wir wünschen uns etwas, wir bekommen es, wir genießen einen kurze Moment der Befriedigung, der sich rasch zur Langeweile abschwächt – auf die dann unweigerlich das nächste ‘Ich will’ folgt.
Das Verlangen zu stillen ist kein Ausweg – man muss ganz vom Rad abspringen.
Doch unser innerstes Wesen ist ein nicht zu befriedendes Begehren.
Es waren nicht seine Worte, doch sie umgaben ihn.
Jack’s Augen verdunkelten sich. Er war erstaunt wie schnell die Tränen sich ihren Weg bahnten und es war erschreckend wie kalt sich die letzten Wochen anfühlten. Wie wenig er sich selbst gespürt hatte. Es schien als würden sich alle Verdrängten und Geschluckten jetzt ihren Weg suchen. Er versuchte sich selbst von außen zu sehen und die Gefühle zu abstrahieren, sie als Teil seines Lebens wirken zu lassen.
Als ein Gefühl das zu ihm gehörte wie seine Hand, sein Atem.
Es wirkte.
Doch die Tränen blieben – und er schämte sich.
Gestern noch sah er sich in einer Bar sitzen, lachend, tanzend.
Wie einfach es ist im Kopf woanders zu sein.
Seine Gedanken wurden zu einem Wirbelsturm und er fühlte sich erbärmlich.
Er musste sich übergeben
Die Ohnmacht würde nachlassen.
Die Gewissheit dass er diesen Verlust selbst verschuldet hatte würde bleiben.
May 11 2009
Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten
Ich habe heute folgenden offenen Brief per Mail an alle 612 Bundestagsabgeordnete geschickt.
Wenn du ebenfalls dein Recht auf freie Meinungsäußerungen nutzen möchtest und unseren Volksvertretern deinen Standpunkt zum Thema Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren darlegen möchtest hast du hier http://briefe.gegen.daten.speicherung.eu/
die Möglichkeit eine Mail automatisiert an alle Bundestagsabgeordneten zu schicken. Außerdem kannst du das erzeugte pdf File nutzen um dies auch schriftlich per Post zu tun.
Vielen Dank an den AK Daten für diesen zeitsparenden Weg der Bürger-Kommunikation.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe mit großer Sorge die Diskussionen und Argumentationen aller Seiten
bzgl. verdachtsunabhängiger Vorratsdatenspeicherung sowie der Sperrung von
Internetseiten zur Bekämpfung der Kinderpornografie verfolgt.
Continue Reading »
Feb 06 2009
wieder ein jahr
Ist "allein sein" für dich etwas Positives oder negativ besetzt?
Jack hörte die Worte, doch im Grunde war er weit entfernt. Er versuchte sich selbst diese Frage zu beantworten.
Er saß an seinem Bürotisch und wippte in seinem Sessel, seinem Schaukelpferd. Im Büro standen der Vermieter, Hausmeister und der Typ von nebenan und diskutierten die Farben grau. Ihre Meinung war ihm egal. Er fand das neu eingerichtete Büro gemütlich.
Nach seiner Rückkehr konnte er das alte Grau nicht mehr ertragen und so hatte er schließlich auch Zeit gefunden die Möbel zu verrücken. So ganz war er noch nicht fertig. Es fehlte ihm noch etwas Stil, etwas Persönliches. Er mochte seinen neuen IKEA Tisch. Waren nicht auch all seine Gedanken gar nicht die eigenen? War ihm nicht schon so oft bewusst geworden, dass alle seine Wünsche, Ideale schon vorher gedacht und Worte schon vorher gesprochen waren? Hatte er nicht auf seiner Reise so viele andere Fliehende gesehen? Manchmal fühlte er sich so stark, ein Indianer der all den Revolverhelden trotzen könne. Keine Sekunde später wurde ihm jedesmal klar dass auch er nur ein Tropfen im Ozean war, einer aus der unzählbaren Endlichkeit. Continue Reading »
Sep 11 2008
die anderen dimensionen
Aug 24 2008
leavin’ on a jetplain
Dear Jane,
Locking back the last six months, I have to admit, I’m leaving this city with mixed feelings.
Well, I used to enjoy my time here and had the pleasure to get in touch with very kind and friendly individuals
Now, looking at my bags and the flight ticket in my hand I realise that the things I’m heading for are very familiar to me.


